Generell
Audials bietet reichhaltige Möglichkeiten, beliebige Musik-Streaming-Dienste aufzunehmen. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit zur Aufnahme von Spotify. Dabei sind verschiedene Aufnahmemethoden möglich:
- Passive Aufnahme:
Der Streaming-Dienst wird „unverändert“ benutzt, und im Hintergrund wird dabei aufgenommen.
(Dies ist auf dem Server des Streaming-Dienstes nicht unterscheidbar von Abspielen).
2. Optimierte Aufnahme:
Der Streaming-Dienst wird „beschleunigt“ und/oder „ferngesteuert“, und dabei wird aufgenommen.
(Dies ist auf dem Server des Streaming-Dienstes natürlich erkennbar)
In der Vergangenheit – vor allem in 2021 - hatte es Fälle gegeben, wo Spotify Nutzer temporär gesperrt hat, wenn sie „erkennbare“ Aufnahmemethoden (2) eingesetzt haben.
Die Audials-Software ist in der Lage, zu „warnen“ inwieweit Datenspuren der Aufnahme auf den Servern des Streaming-Anbieters entstehen.
August 2022
Uns haben einzelne Berichte einzelner weniger Nutzer erreicht, dass sie bei Spotify temporär gesperrt wurden, obwohl sie rein passiv (1) aufgenommen haben. Wir haben sogar einzelne Berichte von Nutzern, die gar keine Audials-Software eingesetzt haben und nicht aufgenommen haben, denen jedoch trotzdem das Gleiche passiert ist.
Daher haben wir das technisch etwas untersucht.
Es gibt Hinweise, dass Spotify eine neue Komponente in die Spotify-Software eingebaut hat, welche die „Audio-Ausgabe“ des Computers (und evtl. andere Aspekte des Systems, wir wissen es nicht) untersucht, und die Ergebnisse an Spotify zurückmeldet. Möglicherweise wird dabei erkannt, dass der Computer „aufnahmebereit“ ist, während die Spotify-App läuft, und möglicherweise führt dies zu den Account-Sperrungen.
(Diese „Aufnahmebereitschaft“ könnte übrigens auch erkannt werden bei Nutzung anderer Software, die „auf das System-Audio zugreift“ – wie z.b. Videokonferenzen, aber das ist reine Spekulation).
Sicherheitshalber haben wir daher entschieden, dass wir die „Datenschutz-Warnung“ in der Audials-Software für alle Aufnahmen von der Spotify-Software eingeschaltet haben.
Spotify-Nutzungsbedingungen
Wie bereits Golem im letzten Jahr berichtete: Die Spotify-Nutzungsbedingungen verbieten die Aufnahme nur die „nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht ausdrücklich zulässig ist“, eine Aufnahme als Privatkopie ist jedoch in Deutschland ausdrücklich zulässig – schließlich wird sie auch durch die Urheberrechtsabgabe auf Datenträger vergütet.
Daher sehen wir die vereinzelten Account-Sperrungen zumindest in Deutschland kritisch, empfehlen aber trotzdem den Nutzern die Aufnahme von der Spotify-Software vorerst besser zu vermeiden.
Abhilfe: Aufnahme von Website
Mögliche Probleme, die daraus resultieren dass die Spotify-Software das System untersucht und dies an Spotify meldet, sollten sich vermeiden lassen, indem man stattdessen z.b. von der Spotify-Website aufnimmt.
Diese „lebt“ nur im Browser, und hat daher soweit wir wissen nicht die Möglichkeit, den Computer und sein Audio-System zu untersuchen.

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